Bücher

Unsere Lieblingsbücher für Kinder

Kindern Vorlesen

Lieblingsbücher für Kinder

Lieblingsbücher für Kinder

Lieblingsbücher für Kleinkinder

Kinderbuch Renate Selig

Eine Welt voller Bücher

Heute möchte ich Euch unsere Lieblingsbücher der letzten Jahre vorstellen. Ich habe unglaublich viel Zeit damit verbracht, unseren Kindern Geschichten vorzulesen und ich habe es geliebt. Auf diese Weise konnte ich mit ihnen kuscheln und ein wenig von all dem Trubel entspannen. Oft wurde das Spiel viel zu wild und laut und ich brauchte einfach eine Lärm-Pause. Die Kinder waren gereizt, stritten sich und durch das Vorlesen kam wieder Ruhe in unser Leben.

Die Kinder und ich hatten etliche Lieblingsbücher und viele davon haben wir in einer „Endlosschleife“ gelesen. Die Bücher sind ein wichtiger Teil unseres Lebens und ich könnte mich niemals von ihnen trennen. Sie sind wie ein gut gehüteter Schatz, der die Kindheit unseres Nachwuchs in sich birgt. Ich möchte sie eines Tages meinen Enkelkindern vorlesen und auch ihnen eine eigene Welt eröffnen.

Mit Hilfe der Bücher haben wir es geschafft unseren Kindern bestimmte Werte zu vermitteln und ihre Fantasie zu fördern. Manchmal haben sie sofort nach einer Geschichte angefangen das Gehörte in ihr Spiel einzubauen und zu verarbeiten. Auf diese Weise hatten sie immer wieder neue Ideen für ihre Rollenspiele. Wie oft hörte ich den Satz „Du bist Tommy und ich bin Annika“ von den beiden Großen. Dann wurde das Spiel „nicht den Boden berühren“ gespielt oder es wurden die Verbrecher Blom und Donner-Karlson gejagt.

Übrigens habe ich ziemlich früh begonnen den Kindern Bücher vorzulesen. Sobald sie allein sitzen konnten, zeigte ich ihnen die Bilder in den Büchern. Dafür eignet sich beispielsweise das Papp-Bilderbuch „Mein kleiner Brockhaus“  Von A bis Z. Mit dieser liebevoll illustrierten Buchreihe können neugierige Kinder ab 1 Jahr ihre kleine Welt Schritt für Schritt entdecken. Im Garten, im Wald, auf dem Bauernhof, in der Savanne, im Dschungel oder am Meer.

Bücher für die Kleinsten ab 1 Jahr

Das Buch „Mein erster Brockhaus“ von der gleichnamigen Autorin Renate Selig ist für 1-3 Jährige geeignet. Der Autorin gelingt es mithilfe ihrer fröhlichen Illustrationen so abstrakte Begriffe wie „Morgen“ und „Abend“ zu erklären. Seit über 40 Jahren können Kinder ab 1 Jahr in diesem Klassiker Vertrautes und Neues entdecken. Mit über 500 wichtigen Begriffen aus der Lebenswelt der Kleinen sowie 500 liebevollen Illustrationen führt dieses erste Lexikon durch das Abc.

Weiter geht es mit den Bobo Siebenschläfer-Geschichten für die Kleinsten. Mir gefallen die Kurzgeschichten so gut, da sie den Alltag sehr treffend beschreiben. Der Text ist kurz gehalten und es überwiegen die Bilder. Der kleine Bobo ist wirklich liebenswert und sowohl die Kinder als auch die Eltern erkennen sich in den Bildgeschichten wieder. In jeder der sieben Geschichten wird Bobo am Ende müde. Das richtige Bettkantenbuch für nimmermüde Kleinkinder.

Das kleine, schlichte Bilderbuch „Klipp-Klopp“ von Nicola Smee hat alle drei Kinder gleichermaßen begeistert. Da steht ein Pferd im Stall und ihm ist langweilig. Als eine schwarze Katze vorbei kommt , sagt das Pferd: „Möchte jemand reiten?“.  Die Katze ist begeistert und „Klipp Klopp“ geht es los. Auch der Hund, dann das Schwein und schließlich die Ente wollen reiten. Alle finden auf dem großen Rücken des Pferdes Platz, das immer schneller rennt.

Bis durch die hohe Geschwindigkeit alle Tiere herunterfallen und in einem Heuhaufen landen. Doch natürlich wollen sie „noch mal!“. „Klingeling“ und „Plitsch-Platsch“ sind die Nachfolger von dem ersten Band und machen mindestens genauso viel Spass. Das Buch „Gesichter machen“ von der gleichen Autorin erklärt die verschiedenen Gefühle und ermutigt die Kinder Grimassen zu schneiden.

Die Geschichten von Leo Lausemaus kommen bei den Kindern sehr gut an, obwohl mir persönlich die Zeichnungen nicht so gut gefallen. Leo Lausemaus überzeugt wahrscheinlich durch seinen ehrlichen Charakter und ihm fällt es manchmal schwer zu teilen, er trödelt oder hat schlechte Laune. Am Schluss bekommt er doch immer die Kurve und hat etwas dabei gelernt. Es ist eine schöne Art, den Kindern unliebe Tätigkeiten wie Zähneputzen oder das Zimmer aufräumen näherzubringen.

Die beliebte Kinderbuchreihe von Amrei Fechner „Ich bin der kleine Elefant“ kennen viele noch aus ihrer Kindheit. Besonders beliebt sind die Pappbilderbücher für die ganz Kleinen. Sie zeigen die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung: auf dem Bauernhof, im Haus und in der freien Natur. Mit Liebe zum Detail wecken die Bilder die Emotionen der Kinder.

Die Geschichte „Post für den Tiger“ von Janosch kennen viele. Das Buch ist einfach wunderbar gezeichnet und handelt von der Freundschaft zwischen dem kleinen Bären und dem Tiger. Ein besonderer Lacher ist das Buch vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat. Nachdem alle Kinder im Alter von 2-3 Jahren das Thema „Kacka“ lieben ist dieses Buch natürlich ein Selbstläufer.

Das Buch „Manuel und Didi“ von Erwin Moser erzählt kleine Mäusegeschichten mit vielen farbigen Bildern. Ein Vorlesebuch, das schon für die Kleinsten ein großes Vergnügen ist. Manuel und Didi sind echte Abenteuer-Mäuse, die neugierig ihre Umwelt erkunden. Mal bauen sie eine Baumhütte, mal retten sie einen Fisch. Mal rasen sie mit dem Super-Kürbisschlitten den Abhang hinab, mal schlafen sie auf einer großen Blume. Wenn es brenzlig wird, wissen sich die Freunde stets zu helfen – egal, ob es Frühling, Sommer, Herbst oder Winter ist.

Lieblingsbücher für Kinder

Lieblingsbücher für Kinder

Amelie Anders

 

Bücher für Kinder von 3-5 Jahre

Weiter geht es mit Büchern für Kinder im Alter von 3-5 Jahren. Das ist natürlich ein sehr dankbares Vorlesealter, denn die Kinder können sich meist schon gut konzentrieren und verstehen den Inhalt längerer Geschichten. Durch Nachfragen kann man die Aufmerksamkeit der Kinder immer wieder neu wecken. Beispielsweise: „wie hättest Du Dich in diesem Moment gefühlt?“ oder „wie hättest Du Dich verhalten?“. Oftmals entwickeln sich dadurch tiefgreifende Gespräche und wir erfahren etwas über die Gefühle unserer Kinder.

Beginnen möchte ich mit zwei Büchern aus meiner Kindheit. Das eine heißt „Die Mäuse im Schuh“ von Rodney Peppe. Leider ist es nur noch im Antiquariat erhältlich, doch vielleicht findet man es mit etwas Glück auf dem Flohmarkt. Diese Geschichte handelt von einem Schuh und einer Mäusefamilie, die darin lebte. Wenn es regnete, wurden die Mäuse nass, wenn es schneite, froren sie, wenn die Sonne schien, schwitzten sie und wenn es stürmte, wurden sie fast weggeweht. Doch am schlimmsten war es, wenn die Katze mit ihrer Pfote in den Schuh fuhr und ihre Krallen ausstreckte. Die Mäuse beschlossen sich ein neues Haus zu bauen.

„Der kleine Bär“ von Else Homelund Minarik war eines der ersten Bücher, die sich an Erstleser richteten. Es verkaufte sich weltweit über 6 Millionen Mal. Der Kleine Bär genießt es, einen ganzen Tag mit seinen Großeltern zu verbringen. Großmutter und Großvater Bär kennen so viele spannende Geschichten. Zum Beispiel über Mutter Bär, als sie ein Rotkehlchen aufgezogen hat. Oder über den Kobold, der sich vor seinen eigenen Schuhen fürchtet. Da vergeht die Zeit wie im Flug.

„Viel Spaß mit Onkel Tobi“ von Hans-Georg Lenzen wurde in Reimen geschrieben und lässt sich wunderbar vorlesen. Seit fast 50 Jahren sind die Onkel Tobi-Geschichten in Kinderzimmern beliebt. Ob Onkel Tobi zum Einkaufen in die Stadt fährt oder bei einer Landpartie Bekanntschaften schließt. Alles wird anschaulich in Wort und Bild erzählt. Und der Humor kommt nicht zu kurz.

„Wo die wilden Kerle wohnen“ ist ein bekanntes Bilderbuch. Max, der Junge aus Maurice Sendaks Buch, war unartig und wird ohne Abendessen ins Bett geschickt. Daraufhin träumt er sich in die Welt der wilden Kerle, scharfzähniger, großäugiger Monster, die er zähmt, indem er sie anstarrt, „ohne ein einziges Mal zu zwinkern“. Dann tanzen und raufen sie wild herum, bevor Max in sein Kinderzimmer zurückkehrt, wo das Abendessen steht. Unsere Kinder lieben dieses Buch, vielleicht auch, weil Max ihnen zeigt, wie er es alleine schafft seine Monster zu zähmen.

„Oscars Autos“ von Carl Johan De Geer war lange Zeit das absolute Lieblingsbuch von unserem Jungen. Kein Wunder, denn wie spannend ist das denn: Die Feuerwehr ruft bei Oscar an und fragt, ob er das große Auto lenken könne! Oscar lässt sich nicht zweimal bitten und löscht im Handumdrehen den brennenden Kiosk im Park. Und kurz darauf braucht man erneut seine Hilfe, denn auch fürs Abschleppauto wird ein Fahrer gesucht. Wieder steht Oscar als Retter bereit! Eine Geschichte für kleine Jungs, die gerne Großes leisten möchten.

„Amelie Anders“ geschrieben von Micha Rau stellt die Welt auf den Kopf. Eine Gutenachtgeschichte am Morgen? Abendbrot zum Frühstück? Ein Sandstrand mitten im Zimmer? Bei Amelie ist alles anders. Und wenn sie Mama und Papa in den Elterngarten gebracht hat, geht das Abenteuer erst so richtig los. Ein lustiges Bilderbuch über die Alltagswelt von Kindern, in dem alles verdreht und auf den Kopf gestellt wird. Pippi Langstrumpf hätte ihre helle Freude an dieser komischen Geschichte! 
Der internationale Bilderbuch-Bestseller „Sam & Julia“ gehört zu meinen absoluten Favoriten. Die beiden wohnen im schönsten Mäusehaus, das man sich vorstellen kann. Drei Jahre hat die Autorin Karina Schaapman das Original-Mäusehaus gebaut, in dem die Fotos zu den Büchern entstanden sind. In mühevoller Kleinarbeit entstand ein komplett eingerichtetes Haus mit 100 Zimmern sowie vielen Fluren und Treppen, in dem sich bis ins letzte Detail Dinge, wie in einem Wimmelbilderbuch erkennen lassen. Die Geschichten von den Mäusenkindern Sam & Julia erwecken das Haus zum Leben.

Bücher für Kinder von 5-10 Jahren

Ottfried Preußler Bücher

Astrid Lindgren Bücher

Nachdem ich Euch nun mit endlosen Tipps zu unseren Lieblingsbüchern überflutet habe, möchte ich mit meinen zwei Lieblingsautoren enden. Wer sollte es anderes sein als Astrid Lindgren und Ottfried Preußler. An dieser Stelle könnte ich einen nicht enden wollenden Lobgesang auf diese zwei Menschen anstimmen, doch zuerst einmal lass ich lieber Henning Mankell über sie sprechen.

Mir bleibt zum Abschluss heute nur zu sagen: bitte lest Euren Kindern Bücher vor!

Nachruf Astrid Lindgren

 Ihre Worte waren wie Türen; öffnete man sie, wurden die Stimmen dahinter hörbar. Vielleicht wie es vor langer, langer Zeit gewesen war, in ihrer eigenen Kindheit am Anfang des 20. Jahrhunderts. Als die Menschen sich in der Dämmerung versammelten, wenn es zu dunkel war, um zu arbeiten, aber noch zu hell oder zu früh, um zu schlafen; wenn man zusammensaß und den Erzählungen lauschte; dort fand Astrid Lindgren ihren ganz eigenen Rhythmus, ihre ganz eigene Sprache. Dies, glaube ich, ist der eine Teil des Geheimnisses, das ihre Erzählungen in so vielen unterschiedlichen Kulturen so beliebt macht.
Der andere Teil des Geheimnisses ist bedeutend leichter zu enthüllen: Astrid Lindgren nahm Kinder ernst. Sie wusste, dass die Phantasie in der Welt des Kindes nicht nur ein sinnvolles Instrument zum Bauen von Waldhütten und Flößen war, oder um kleine Bäche in riesige afrikanische Ströme zu verwandeln; sie wusste, dass die Phantasie ein Überlebensinstrument war, ein Instrument, mit dessen Hilfe es möglich war, das Schwere im Leben zu ertragen.
Astrid Lindgren vergaß nie die tiefste Wahrheit über die Kindheit und das Heranwachsen; dass das, was Kinder und junge Menschen wirklich interessiert, die großen Fragen sind: nach Liebe und Einsamkeit, Verlassensein und Sehnsucht, Angst und Tod. Sie hat die Geschichten erzählt, die Kinder wirklich hören wollen, nicht die, von denen Erwachsene glauben, dass Kinder sie haben wollen.
Ich bin Astrid Lindgren mehrmals begegnet. Sie besaß eine große Wärme und eine ebenso große Integrität. Ich glaube außerdem, dass ich nie einen kindlicheren Menschen getroffen habe als sie. Und das ist wohl das Schönste, was man über einen Künstler sagen kann. Da war Astrid Lindgren in guter Gesellschaft. Ich habe nie einen bedeutenden Künstler getroffen oder von einem gehört, der nicht seine Kindheit als eine seiner größten Kraftquellen betrachtet hat.
Aber Astrid verfügte auch über eine große intellektuelle Kapazität. Sie beteiligte sich lebhaft, kraftvoll und feurig an politischen Diskussionen, ob es sich um Steuern handelte oder um die Rechte von Tieren. Ihr Ernst und ihre ironische und zugleich humoristische Sprache bewirkten, dass man auf sie hörte. All dies lässt sich in einem Wort zusammenfassen: Lebenslust. Ihre kindliche Neugier verlieh ihr Kraft bis ins hohe Alter, bis sie über neunzig Jahre alt war. Ich erinnere mich an ihre milde Selbstironie und ihren tiefen Ernst.
Vielleicht ist das ihr größtes Geheimnis; die Geschichte, die sie nie schrieb. Die Erzählung, die sie selbst als Mensch ausmachte: dieses einzige Leben, das wir haben, immer ernst zu nehmen. Es nicht zu einem Nichts zerrinnen zu lassen. Deshalb ließ sie den Tod in ihren Erzählungen gegenwärtig sein. Ich glaube, sie wollte damit sagen: „Wenn du den Tod nicht siehst, kannst du das Leben nie ernst nehmen.“
Astrid Lindgren war eine der größten Erzählerinnen unserer Zeit. Es gibt jetzt eine Reihe von Menschen, wie es sie schon seit vielen Jahren gegeben hat, die meinen, ihr sollte postum der Nobelpreis verliehen werden. Warum?, frage ich mich. Astrid selbst hätte nur mit den Schultern gezuckt und die Diskussion für töricht gehalten. Sie hat sich kaum darum gekümmert, als sie lebte. Warum sollte sie sich jetzt, wo sie tot ist, darum kümmern? Astrid war zu groß für den Nobelpreis. Sie brauchte ihn nicht.
Sie hat erreicht, wovon alle Schriftsteller träumen: ein riesiges Publikum von Kindern und jungen Menschen in der ganzen Welt, die durch ihre Erzählungen Kraft und Mut zum Leben und zum Erwachsenwerden bekommen. Ihre Unsterblichkeit liegt nicht darin, dass ihr Name in einen Katalog mehr oder weniger bedeutender Nobelpreisträger eingetragen wird. Sie liegt in ihren Büchern, die heute und in Zukunft gelesen und wieder gelesen werden.
Astrid Lindgren wurde 94 Jahre alt. Sie hat sich endlich niederlegen können, um auszuruhen und sich von hier fortzuträumen in eine der vielen anderen Welten, die sie in ihrer Phantasie geschaffen hat. Für uns alle, und damit auch für sich selbst.

Lebenslauf von Otfried Preußler

Otfried Preussler war überzeugt, dass zu seinen Vorfahren auch zwei Hexen gehören. Sein wichtigstes Buch war und ist das virtuelle Geschichtenbuch seiner Großmutter.
Seine Landschaften sind von seiner böhmischen Heimat geprägt. Nachdem er 1949 aus russischer Kriegsgefangenschaft zurückkommt, findet er seine Familie und seine Verlobte wieder und heiratet Anneliese Kind sofort. Sie bekommen drei Töchter und Otfried Preussler arbeitet wie seine beiden Eltern als Lehrer. Er selbst behauptet das war eine sehr wichtige Zeit in seinem Leben, da er auch selbst nochmal zur Schule gehen musste.
1956 veröffentlicht er sein erstes Buch ‚Der kleine Wassermann‘. Stoff für weitere Bücher gibt es genügend, denn seine drei Töchter brauchen öfter eine Geschichte zum Einschlafen. Die Augsburger Puppenkiste verfilmte 1964 das Abenteuer des sprechenden Katers Holleschitz. Was Preusslers erste Fernsehausstrahlung war. Der Autor ist 2013 am Chiemsee verstorben.

Das könnte dich auch interessieren

Keine Kommentare

    Hinterlasse einen Kommentar

    %d Bloggern gefällt das: